Die Eugen-Biser-Stiftung wurde im Jahr 2002 in München gegründet. Ihren Gremien (Vorstand, Stiftungsrat und Kuratorium) gehören viele namhafte Persönlichkeiten an, welche die Anliegen der Stiftung in vielfältiger Weise unterstützen.
Die Eugen-Biser-Stiftung richtet den Blick aus christlichem Welt- und Werteverständnis auf alle Bereiche menschlicher Existenz mit dem Ziel des Dialogs und der Verständigung mit anderen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen in dem Bemühen um Freiheit, Toleranz und Frieden für die gesellschaftliche, politische und rechtliche sowie kulturelle Gestaltung des Zusammenlebens und für die Zukunft Europas.
I. Schwerpunkte der Stiftungsarbeit
II. Der Frieden in der Welt entscheidet auch über ihre Zukunft
Den Frieden zu fördern und dadurch kriegerische Auseinandersetzungen und terroristische Aggressionen zu verhindern, gehört zu den wichtigsten gesellschaftspolitischen Aufgaben der Weltreligionen. Die Weltreligionen müssen sich auch untereinander zu einem friedlichen Dialog in gegenseitiger Toleranz zusammenfinden, ohne ihre Eigenständigkeit aufzugeben. Dieses Verständnis der Weltreligionen ist für eine erfolgreiche wirtschaftliche und politische Entwicklung, auch unserer Gesellschaft, von wesentlich größerer Bedeutung, als man in unserer weitgehend säkularisierten Welt vermuten möchte.
Die Theologie Eugen Bisers und die Eugen- Biser-Stiftung haben sich zum Ziel gesetzt, den Dialog mit den theistischen Religionen, den Nicht-Glaubenden und den Angehörigen anderer Weltanschauungen zu intensivieren und durch gemeinsames Bemühen die gesellschaftlichen und politischen Grundlagen für ein friedvolles Zusammenleben zu stärken. Die Stiftung bemüht sich darüber hinaus, gesellschaftspolitisch durch Antworten auf die situativ bedingten Fragen des modernen Menschen zu geben.
III. Verantwortung des Christentums
Der theologische Ansatz von Eugen Biser bringt mit besonderem Nachdruck die Weltverantwortung des Christentums zur Geltung. Christsein ist eine Existenzweise in dieser Welt und für diese Welt.
Das christliche Wertebewusstsein gründet sich auf die Verpflichtung des Christentums, die Menschenwürde immer und überall zur Geltung zu bringen. Darauf bauen vor allem die Menschenrechte auf, die sich in den Grundwerten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sowie in den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das zwischenmenschliche Verhalten realisieren. Hieraus erwachsen die ethischen Fundamente für ein Miteinander in Gesellschaft und Wirtschaft. In diesem Kontext beabsichtigt die Stiftung, ein Institut für die Vermittlung der dazu geforderten Werte zu initiieren.
Der aus christlicher Wurzel und Verantwortung geführte Dialog hat keine Grenzen und ist deshalb auch mit Blick auf den Frieden unter den Völkern von eminenter Bedeutung. Dieser Dialog grenzt nicht aus, sondern führt alle Menschen zusammen.
IV. Christsein in der Lebenswirklichkeit
Eugen Biser will das im Laufe der Jahrhunderte mehr und mehr dogmatisch erstarrte Christentum wieder in die Lebenswirklichkeit zurückführen.
Dabei gilt es auch, die Liebenswürdigkeit des Christentums neu zu entdecken, die es nach Kant vor allen anderen Religionen auszeichnet. Das Christentum ist von seinem Ursprung her eine therapeutische, auf die Heilung des todverfallenen und angstgepeinigten Menschen ausgerichtete und insbesondere eine mystische Religion, die aus der Einwohnung ihres Stifters in den Herzen der Seinen lebt.
Die Theologie von Eugen Biser sucht nach einer Antwort auf die immerwährende Sinnfrage des Menschen aus der Überzeugung, dass die Frage nach dem Lebenssinn das Gottesbewusstsein des Menschen erweckt. Es ist deshalb ein dringendes Gebot, den Zusammenhang zwischen Gottesglauben und menschlicher Sinnfrage neu zu entdecken.
Die Verbreitung der Theologie Eugen Bisers hilft, den Glaubensabfall zu verringern und den Menschen zum wahren Christsein zurückzuführen. Sie hat auch unter diesem Aspekt über die neue Erfahrung des einzelnen Menschen hinaus gesellschaftspolitische Auswirkungen.
In kultureller Hinsicht geht es der Stiftung um die Vergegenwärtigung des religiösen Erbes in der heutigen Kulturszene und die dafür unerlässliche Pflege der Persönlichkeitskultur, verstanden als die Fortentwicklung der Personalität zur elaborierten Persönlichkeit.
V. Umsetzung der Ziele der Stiftung
Die Stiftung verfolgt ihre Anliegen auf vielfältige Weise:
