Interkulturelle und interreligiöse Symposien der Eugen-Biser-Stiftung

Bedeutung und Ziele der Symposien

Mit ihren Symposien möchte die Eugen-Biser-Stiftung auf dem Weg des wissenschaftlichen Austausches unter Experten zu einer Verbesserung des Verständnisses zwischen Christen und Muslimen beitragen. Es gilt daher, jene maßgeblichen religiösen Grundpositionen philosophisch-theologisch zu erarbeiten und zu klären, die als tragfähiges Fundament für ein friedliches Miteinander von Christen und Muslimen dienen können. Die religiös-theologischen Implikationen gehen den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Problemen voraus; sie sind im strengen Sinne des Wortes "vorentscheidend". Die Verbesserung der christlich-islamischen Verständigung hängt also davon ab, daß diese vorgegebenen Grundpositionen geklärt werden.

Diesem Ziel entspricht die Auswahl der Problemfelder für die Symposien. An erster Stelle steht die Klärung des "Menschenbildes" (siehe unten: Publikation). Das Verständnis vom Menschen bildet die Grundlage für alle anderen gesellschaftlichen Bereiche und ist demgemäß ausschlaggebend für die konkrete Gestaltung der Lebensverhältnisse in sozialer, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Die Frage nach den Menschenrechten, der Religionsfreiheit und der Demokratie stellt sich in diesem Zusammenhang ebenso dringlich wie unausweichlich.

Diese Überlegungen führen unmittelbar zu der Frage nach Gott, denn die Würdigung des Menschen als Person oder nur als Exemplar seiner Art ist nicht zu trennen von dem jeweils vorausgesetzten Gottesbild. In diesem Zusammenhang wird auch über das unterschiedliche Offenbarungsverständnis von Christentum und Islam und den sich daraus ergebenden Konsequenzen zu sprechen sein.

Gemeinsam mit der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara hat die Eugen-Biser-Stiftung die Veranstaltungsreihe "Interkulturelle und interreligiöse Symposien" etabliert, auf denen unter Beteiligung von Wissenschaftlern der christlichen und islamischen Seite die vorgenannten grundlegenden Probleme erörtert werden.

In den Jahren 2005 bis 2010 haben - abwechselnd in Ankara und München - Symposien unter Beteiligung deutscher und türkischer Wissenschaftler stattgefunden.


Zugehörige Veröffentlichungen (Kohlhammer Verlag, Stuttgart)

Die Bände "Menschen­würde in Christentum und Islam" sowie das "Verhältnis von Religion und Staat" sind erschienen.

Die Bände "Offenbarung in Christentum und Islam" sowie "Das Verhältnis von Autorität und Individuum" erscheinen 2010.

Der Band "Monotheismus in Christentum und Islam" ist in Vorbereitung.

Im Jahr 2010 fand in München ein weiteres Symposion statt. Es stand unter dem Thema "Glaube und Vernunft in Christentum und Islam". Ein Teil der Veranstaltungen war öffentlich zugänglich.

Für die Jahre 2011 ff. sind weitere Symposien in Vorbereitung.



Die Christlich-Islamischen Projekte der Eugen-Biser-Stiftung
- Begriffslexikon, Symposien und Expertentagungen -
werden aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds kofinanziert.