Dialog mit dem Judentum
Es ist der Eugen-Biser-Stiftung ein Anliegen, den interreligiösen und interkulturellen Dialog aus christlichem Ursprung mit den abrahmitischen Religionen Judentum und Islam zu intensivieren. So führt sie unter anderem öffentliche Vortragsveranstaltungen durch, in denen sich jüdische und christliche Wissenschaftler gemeinsam mit wichtigen Fragen des Zusammenlebens im Zeitalter der Globalisierung und der neuen religiösen Konflikte auseinandersetzen.
Juden und Christen - ungleiche Geschwister

- von links nach rechts: Professor Dr. Gunther Wenz, Professor Dr. Richard Heinzmann, Professor Dr. Martin Balle, Professor Dr. Michael Wolffsohn und Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin. Foto: Michael Leh
"Juden und Christen - ungleiche Geschwister" heißt das neue Buch von Professor Michael Wolffsohn. Unter dem gleichnamigen Titel hat die Eugen-Biser-Stiftung am 23. Juni 2008 im Staatlichen Museum für Völkerkunde in München eine Podiumsdiskussion veranstaltet.
BR-alpha - der Bildungskanal des Bayerischen Fernsehens – hat die Diskussion im Juli 2008 in der Reihe "60 Jahre Israel" auf dem Sendeplatz "alpha-campus" ausgestrahlt. Weitere Informationen zu der Sendung finden Sie auf der Website des Bayerischen Rundfunks.
Auf dem Podium diskutierten:
- Professor Dr. Michael Wolffsohn
Professor Michael Wolffsohn lehrt Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Beziehungen im Studiengang Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung.
- Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin
Dr. Tovia Ben-Chorin ist Gemeinderabbiner der Jüdisch Liberalen Gemeinde Or Chadasch in Zürich und Mitglied im Kuratorium der Eugen-Biser-Stiftung. - Professor Dr. Richard Heinzmann
Professor em. Richard Heinzmann lehrte Christliche Philosophie und Theologische Propädeutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war von 1962 bis 2002 Vorstand des Martin-Grabmann-Instituts zur Erforschung der Mittelalterlichen Theologie und Philosophie. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung. - Professor Dr. Gunther Wenz
Professor Gunther Wenz ist Direktor des Instituts für Fundamentaltheologie und Ökumene und Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie I (mit Schwerpunkt Dogmatik) an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat der Eugen-Biser-Stiftung.
Die Moderation übernahm:
- Professor Dr. Martin Balle
Professor Martin Balle ist Verleger und Mitherausgeber der Zeitungsgruppe Straubinger Tagblatt / Landshuter Zeitung. Er lehrt an der Fachhochschule Deggendorf Journalismus im Fachbereich Medientechnik. Professor Balle ist Mitglied des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung.
Der Friede als Schlüsselbegriff der jüdischen Theologie
"Der Friede als Thema in den Religionen: Judentum, Islam, Christentum" lautete eine Veranstaltungsreihe der Eugen-Biser-Stiftungen, in der Rabbiner Dr. Walther Homolka am 15. Mai 2003 im Literaturhaus in München zum Thema "Der Friede als Schlüsselbegriff der jüdischen Theologie" sprach.
Schalom (Friede) ist ein Zentralbegriff jüdischen Denkens. Der Horizont jüdischer Friedenssehnsucht in ihrer Entwicklung durch die Zeiten erfährt eine stringente Analyse. Dabei wird breites Quellenmaterial herangezogen: von den biblischen Zeugnissen des alten Israel über die Texte talmudischer Überlieferung und jüdischer Religionsphilosophie bis in die Aktualität der Gegenwart. Dabei ist die entscheidende Frage: Welche Wirkungsgeschichte und Wirkkraft hat das jüdische Friedensideal bis in die Gegenwart?
Der Vortrag von Rabbiner Professor Dr. Homolka ist in dem Band "Dialog aus christlichem Ursprung. Fünf Jahre Eugen-Biser-Stiftung" (siehe unter Veröffentlichungen) veröffentlicht.
Teilnehmer der anschließenden Podiumsdisskussion waren:
- Rabbiner Professor Dr. Walther Homolka
Professor Homolka ist Hauptrabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Wien, Direktor des Abraham Geiger Kollegs für die Ausbildung von Rabbinern an der Universität Potsdam, Mitglied des Executive Board of the World Union for Progressive Judaism und Vorsitzender der Leo Baeck Foundation.
- Professor Dr. Dr. Dr. h. c. Eugen Biser
Professor em. Eugen Biser war Inhaber des "Guardini-Lehrstuhls" für Christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sowie Begründer und Direktor des Seniorenstudiums an der LMU. Er ist Ehrenpräsident der nach ihm benannten Stiftung. - Professor Dr. Richard Heinzmann
Professor em. Richard Heinzmann lehrte Christliche Philosophie und Theologische Propädeutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er war von 1962 bis 2002 Vorstand des Martin-Grabmann-Instituts zur Erforschung der Mittelalterlichen Theologie und Philosophie. Er ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung. - Professor Dr. Michael Wolffsohn
Professor Michael Wolffsohn lehrt Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Beziehungen im Studiengang Staats- und Sozialwissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung.

