Eugen-Biser-Stiftung
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A Common Word Between Us and You

Veranstaltungsreihe 2012/2013 in Kooperation mit dem Lehrstuhl für praktische Philosophie, Schwerpunkt Völkerverständigung, an der Hochschule für Philosophie München


Religionen sind wichtige gesellschaftliche Akteure im Prozess der Globalisierung. Mit den Weltbildern und Moralvorstellungen, die sie implizieren, bieten sie Orientierung für viele Menschen weltweit. Der Diskurs über die Wiederkehr der Religion, der seit einigen Jahren nicht nur im säkularen Europa geführt wird, ist Spiegelbild hierfür. Global betrachtet, sind das Christentum und der Islam die zahlenmäßig größten Religionsgemeinschaften. Für die Förderung eines friedlichen Zusammenlebens der Weltgemeinschaft ist es daher wichtig, diese beiden Religionen besonders in den Blick zu nehmen.

In diesem Sinne haben im Oktober 2007 muslimische religiöse Führer einen offenen Brief und Aufruf unter dem Titel Ein Gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch formuliert. In diesem Brief werden insbesondere das Verhältnis von Islam und Christentum und ihre friedensfördernde Bedeutung thematisiert. Zwei Gemeinsamkeiten der beiden Religionen werden hervorgehoben: die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nachbarn bzw. Nächsten.

Sowohl von verschiedenen Kirchenführern als auch von politischer Seite wurde das Dokument als ein wichtiger Schritt zum interreligiösen Dialog zwischen Muslimen und Christen gewürdigt. Die Eugen-Biser-Stiftung brachte diese Würdigung zum Ausdruck, indem sie 2008 den Eugen-Biser-Preis an drei muslimische Würdenträger verlieh, die an der Verfassung des Aufrufs maßgeblich beteiligt waren.

Die Dialogreihe, die gemeinsam von der Eugen-Biser-Stiftung und der Hochschule für Philosophie veranstaltet wurde, wollte den Impulsen dieses Dokumentes für den interreligiösen Dialog zwischen Islam und Christentum nachgehen und nach Perspektiven für die Zukunft fragen.

 

Programm der Veranstaltungsreihe 2012

I. Liebe im Koran und im Christentum
9. November 2012, 16.30 Uhr


Love in the Holy Qur'an
H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal
Chairman of the Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought, Amman, Jordan

 

The concept of Love in Christianity
Dr. Tobias Specker SJ
Experte für christlich-islamischen Dialog, Frankfurt

 

Moderation: Prof. Dr. Lejla Demiri
Professorin für Islamische Glaubenslehre, Tübingen


II. Wie über Gott sprechen?
14. November 2012, 19.00 Uhr

Vom Wort herausgefordert – Christliche Philosophie in Auseinandersetzung mit dem Common Word der muslimischen Theologie


Wie über Gott sprechen? Philosophische Überlegungen zum Gottesbegriff als Grundlage eines interreligiösen Dialogs auf der Basis des Common Word
Prof. Dr. Martin Thurner
Professor am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut, München


Dr. Jameleddine Ben Abdeljelil
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Goethe-Universität Frankfurt am Main


Moderation: Prof. Dr. Josef Schmidt SJ
Professor für Philosophische Gotteslehre, München

 

III. Gelingendes Zusammenleben von Christen und Muslimen
28. November 2012, 19.00 Uhr
Ethische und Politische Optionen für das Zusammenleben von Christen und Muslime

Wege für ein gelingendes Zusammenleben von Muslimen und Christen auf der Basis des Common Word
Prof. Dr. Michael Reder
Lehrstuhl Praktische Philosophie und Völkerverständigung, München

 

Aiman Mazyek
Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland e. V.

 

Moderation: Dr. Manfred Schmidt
Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge

 

IV. Die Zukunft des Common Word: Optionen für ein Gespräch von Juden, Muslimen und Christen
5. Dezember 2012, 19.00 Uhr
Zukunft des Common Word: Optionen für ein jüdisch-christlich-islamisches Gespräch


Prof. Dr. Walter Homolka
Rektor des Abraham Geiger Kollegs, Berlin


Weitere Teilnehmer des Podiumsgespräches:


Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Professor für Islamische Religionspädagogik, Münster

 

Dr. Andreas Renz
Fachbereichsleiter Dialog der Religionen der Erzdiözese München-Freising


Moderation: Prof. Dr. Michael Reder
Lehrstuhl Praktische Philosophie und Völkerverständigung, München

 


Veranstaltungsort
Aula der Hochschule für Philosophie
Kaulbachstraße 31
80539 München

Bericht zur vierteiligen Dialogreihe „A Common Word Between Us and You“

von Valentin Feneberg


CIBEDO-Beiträge 4/2012 Feneberg, Durch das Wort verbunden, S. 171-173


Als im Herbst 2007 über einhundert muslimische Geistliche den offenen Brief „A Common Word Between Us and You" an hohe Repräsentanten des Christentums richteten, war dies mehr als eine Reaktion auf die umstrittene Regensburger Rede des Papstes im Jahre 2006. Es war eine Einladung zum Gespräch und zur Ermöglichung eines Dialoges, den es in dieser Form noch nicht gegeben hatte. Auf über dreißig Seiten stellt das „Common Word" Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam anhand beider Heiliger Schriften heraus. Insbesondere die den beiden Religionen gemeinsame Gottes- und Nächstenliebe wird hervorgehoben und als Grundlage des Dialogs zwischen Christen und Muslimen beschrieben. Die Eugen-Biser-Stiftung würdigte diese Bemühungen, indem sie 2008 den Eugen-Biser-Preis an drei muslimische Würdenträger verlieh, die an der Abfassung des Aufrufs maßgeblich beteiligt waren.


Seit 2007 fanden weltweit zahlreiche Konferenzen zum „Common Word" statt. Nach u. a. Yale, Cambridge und Georgetown verließ der Dialog Ende 2012 den angelsächsischen Raum und wurde in München fortgeführt. An vier Abenden diskutierten an der Hochschule für Philosophie Vertreter aus Islam, Christentum und Judentum über die zentralen Themen des Dokuments und die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des interreligiösen Dialogs im Anschluss an das „Common Word". Dabei waren stets ein muslimischer und ein christlicher Gesprächspartner am Dialog beteiligt. Die ersten beiden Abende behandelten das „Common Word" von theologischer Seite. Die Liebe, der zentrale Begriff des Papiers, stand dabei in all ihren Facetten im Vordergrund. Der dritte Abend machte dann den Schritt in eine praktischere Richtung; diskutiert wurden die sozialethischen und politischen Implikationen und Chancen des „Common Word". Den Abschluss bildete eine Diskussion um die Zukunft des „Common Word", wobei hier der Dialog zu einem Trialog erweitert wurde: Professor Walter Homolka nahm als Vertreter des Judentums an der Debatte teil, um mit den beiden anderen Diskutanten über Optionen für einen christlich-jüdisch- islamischen Dialog zu sprechen.


Der erste Abend (9. November 2012) war dem Thema Liebe in Islam und Christentum gewidmet. Angereist aus Jordanien war zu diesem ersten Dialog einer der Initiatoren des „Common Word", Prinz Ghazi bin Muhammad bin Talal, der in Amman den Vorsitz des Royal Aal al-Bayt Institute for Islamic Thought innehat. Prinz Ghazi betonte in seinem Vortrag den Aspekt der Liebe im „Common Word" und differenzierte dabei zwischen der Gottesliebe, der menschlichen Liebe und der Liebe als konzeptionellem Rahmen für die jeweilige Religion sowie für das interreligiöse Gespräch. Die Liebe sei im Koran und in der Bibel das zentrale Thema und die Basis für jeglichen Dialog zwischen Christentum und Islam. Sein Gesprächspartner an diesem Abend, Dr. Tobias Specker SJ, ein Experte für den christlich-islamischen Dialog, stimmte dieser These zu, stellte allerdings klar, dass das Verständnis der Liebe nicht unreflektiert und rein affirmativ sein dürfe, sondern ausgelegt und interpretiert werden müsse. Dies schaffe die Möglichkeit, praktische Handlungskonsequenzen ableiten zu können. Bei allem inhaltlichen Konsens, der vor allem auf theologischer Ebene an diesem Abend deutlich wurde, war eine Differenz auf der Ebene der Diskursformen nicht zu übersehen.


Die Argumentation von Prinz Ghazi bezog sich – wie auch schon das „Common Word" – vornehmlich auf die Heilige Schrift: Gott spricht durch den Koran. So zog Prinz Ghazi vor allem Koranstellen heran, um seine theologische Argumentation zu stützen. Specker dagegen machte sich für eine hermeneutische Herangehensweise stark. Für ihn ist es zentral, die Bibel und deren Inhalte zu interpretieren und kritisch zu lesen, um theologische Aspekte ableiten zu können. Diese unterschiedlichen Diskursformen waren ein markantes Merkmal auch der weiteren Vorträge und Gespräche, die im Rahmen der Ringvorlesung stattfanden.


Wie über Gott sprechen? Um diese Frage drehte sich der zweite Abend der Veranstaltungsreihe am 14. November 2012. In seinem Vortrag setzte sich der Münchner Theologieprofessor Martin Thurner aus dem Blickwinkel der christlichen Philosophie mit dem „Common Word" auseinander. Seine Ausgangsthese lautete, dass der Islam dem Christentum etwas voraus habe, weil er später gekommen ist. Der Koran beinhalte eine ausgeprägte interreligiöse Theologie, die sich klar in der Tradition der anderen beiden monotheistischen Religionen sehe. Zwar seien das Christentum und damit auch das Judentum eine Quelle des Islams, „man kann diesen Zusammenhang aber auch andersherum verstehen: Das Christentum sollte den Islam als Teil des eigenen Glaubens anerkennen", stellte Thurner fest. Er argumentierte, dass die Wahrheit, die alle Religionen für sich beanspruchen, nur von der Liebe her verstanden werden könne: „Die Wahrheit ist Liebesdynamik", dieses Faktum hätten die Religionen gemeinsam. Für Thurner muss daher die Wahrheitskonkurrenz durch das gemeinsame Verständnis der Gottesliebe nivelliert werden. Zugleich bedürfe es eines Dialogs zwischen den Menschen, damit aus Gottesliebe Menschenliebe werde. Die Liebe werde dadurch ethisch-praktisch, was zu einem Primat des richtigen Handelns führe. Thurner argumentierte, dass durch die herausgestellten Gemeinsamkeiten in Fragen der Gottesliebe Zusammenhänge in der Handlungspraxis der beiden Religionen offensichtlich würden. Diese Sichtweise ermögliche es, dass Gemeinsamkeiten gelebt werden können, ohne dass die reine Lehre die Religionen trennt. „Uneingeschränkt und mutig" müsse sich das Christentum diesem Gespräch nun stellen. Dr. Jameleddine Ben Abdeljelil, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam an der Goethe-Universität in Frankfurt, konnte sich mit dem Gesagten zwar identifizieren, wies aber darauf hin, dass Begriffe in den beiden Religionen unterschiedlich verwendet werden. Dies betreffe u. a. die Begriffe „Glaube" und „Vernunft", wie sie zum Beispiel Benedikt XVI. in seiner Regensburger Rede 2006 verwendete. Im Islam seien die beiden Begriffe nicht einfach Gegensätze, die in Einklang gebracht werden müssen. „Falsche Ausgangspositionen führen zu falschen Schlüssen", so Abdeljelil. Ganz pragmatisch sei es außerdem schwierig, einfach über die Liebe zu sprechen, denn im Arabischen gebe es 56 Wörter, die alle mit „Liebe" übersetzt würden. Der Dissens war also abermals weniger ein inhaltlicher denn ein terminologisch- diskursiver. Thurner sieht das „Common Word" allerdings gerade als Möglichkeit, diese Schwierigkeiten zu überwinden, denn es setze nicht beim Monotheismus als Konzept an, sondern bei der Liebe als Praxis und Erfahrung. Aber auch diese Feststellung vermochte Abdeljelil nicht zu überzeugen. Denn statt einer Nivellierung der Konkurrenz der Religionen gehe es doch vor allem um die Anerkennung von Heterogenität. Es ist eine schwierige Frage, die den ganzen Prozess des Dialogs um das „Common Word" durchzieht: Wie viel Ähnlichkeit verträgt die Authentizität der Religionen und wie viel Differenz verträgt der Dialog? Sie konnte auch an diesem Abend nicht abschließend geklärt werden.


Eine Wendung von der Theologie in die Philosophie und die politische Praxis nahm die Ringvorlesung an ihrem dritten Abend (28. November 2012) mit dem Thema: Gelingendes Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen. Professor Michael Reder, Inhaber des Lehrstuhls für Praktische Philosophie mit dem Schwerpunkt Völkerverständigung an der Hochschule für Philosophie München, zeigte in seinem Vortrag ethische und politische Optionen für dieses Zusammenleben auf. Er stellte vier Prinzipien der katholischen Sozialethik heraus, die für einen christlichen Blick auf das „Common Word" relevant seien: die Akzeptanz der Menschenwürde, die Maxime der Solidarität, das Gemeinwohl als Inhalt dieser Solidarität und das Subsidiaritätsprinzip. Der Dialog mit dem Islam sei möglich, da alle vier Prinzipien Ausdruck der Nächstenliebe und damit auch von islamischen Grundsätzen seien. Reder stellte allerdings auch fest, dass ein wichtiger Begriff im „Common Word" nicht enthalten ist: die Gerechtigkeit. Dieser sei aber zentral, wenn man dem Dialog eine sozialethische und damit praktische Färbung geben möchte. Doch gerade in der Frage der Praxis stellte Reder ein Versäumnis beider Religionen fest: „Islam und Christentum haben das Thema Klimawandel verschlafen, obwohl doch die Schöpfung ein zentrales Thema ist". Er plädierte für ein gemeinsames Handeln in diesem Problemfeld. Denn im Handeln liege das Potential für Verständigung. Für die muslimische Seite referierte an diesem Abend Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Er vertrat die These, dass die Religionen ihre Teilung als Prüfung verstehen müssten. Denn hätte Gott gewollt, dass es nur eine Religion gebe, hätte er sie nicht geteilt. Mazyek griff in diesem Zusammenhang Lessings Ringparabel auf und folgerte, es gehe nun darum, dass ein jeder um die Wette strebe, ebenso wie es der Richter den drei Brüdern im Gleichnis von Nathan empfiehlt. „Nicht um die Wette leben, sondern um die Werte leben", fasste Mazyek sein Credo zusammen und erweiterte damit den reinen Wettbewerb um die Werte, denen es nachzueifern gelte. Doch es sei wichtig, die Bewertung der Taten nicht die Menschen selbst vornehmen zu lassen: „Das ist und bleibt das Business Gottes". Interessanterweise griff auch Mazyek das von Abdeljelil bereits angesprochene unterschiedliche Verständnis beider Religionen von der Beziehung zwischen Glaube und Vernunft auf. Für Mazyek liegt der Grund für diesen Unterschied darin, dass im Islam, anders als in der Geistesgeschichte des europäischen Christentums, keine Auseinandersetzung um das Verhältnis beider Begriffe stattgefunden habe. „Diese Aufklärung steht noch aus", sagte Mazyek, und er sieht eine Offenheit des Islams für eben diese Fragestellung. Bei aller gegenseitigen Zustimmung war auch an diesem Gespräch erkennbar, dass beide Diskutanten von unterschiedlichen Ausgangspunkten ausgingen: Während Reder von gesellschaftlichen Fragen her argumentierte, war in Mazyeks Ausführungen stets der einzelne Gläubige zentral.


Am vierten und letzten Abend (5. Dezember 2012) wurde der Dialog zum Trialog. Es ging um die Zukunft des „Common Word" als Gespräch zwischen allen drei monotheistischen Religionen. In seinem Vortrag betonte Professor Walter Homolka, Rektor des Abraham Geiger Kollegs der Universität Potsdam, die Wichtigkeit der jüdischen Seite für den Dialog. Er bezeichnete die Juden als „Hebammen der Islamforschung in Europa" und sieht „große Überschneidungen" zwischen Judentum und Islam. Da Christen und Juden schon lange im Dialog seien, sollte der Trialog kein Problem sein. Ähnlich wie seine muslimischen Vorredner an den vergangenen Abenden machte aber auch Homolka klar, dass es nicht um Gleichmacherei ginge. Er halte nichts von Konkordanzformeln, also von erzwungener Eintracht, wo legitime Unterschiede bestünden. Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik in Münster, stimmte Homolka in der Frage der Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Judentum zu. „Der Koran betont die Kontinuität zum Judentum", stellte Khorchide fest. Kritische Aspekte des „Common Word" zeigte der dritte Gesprächspartner an diesem Abend auf. Dr. Andreas Renz, Fachbereichsleiter Dialog der Religionen der Erzdiözese München und Freising, fand es zwar „beachtlich, dass ein muslimisches Papier wie das Common Word überhaupt die Bibel zitiert", oft fehle allerdings der Kontext der Koran- oder Bibelzitate, es bedürfe einer stärkeren Hermeneutik. Außerdem müssten Begriffe spezifiziert werden, um Verständnis zu ermöglichen. Zuletzt kritisierte Renz das starke Übergewicht des Aspektes der Gottesliebe im „Common Word", während der Nächstenliebe nur eine Seite des Briefes gewidmet werde; auch sozialethische Fragen müssten angegangen werden, betonte Renz. Insgesamt zeigten sich auch an diesem letzten Abend die heiklen Punkte des Dialogs: Der richtige Umgang mit der jeweiligen Heiligen Schrift, die Frage des Primats von Individual- oder Sozialethik und die unterschiedliche Verwendung von Begriffen sind Themen, die den Dialog ebenso erschweren wie fruchtbar machen. Denn gerade in den Divergenzen besteht sein Potential, hier gibt es Klärungsbedarf zwischen den Gesprächsteilnehmern. Immer wieder thematisiert wurde im Rahmen der Ringvorlesung außerdem die Wichtigkeit, auch die säkulare Gesellschaft mit an den Tisch zu holen, um den Dialog zu erweitern und damit auf eine breitere und wirksamere Basis stellen zu können.


Nicht zuletzt wegen des Offenbarwerdens dieser letzten beiden Punkte, des Problems der unterschiedlichen Herangehensweise und Behandlung von Themen und der Forderung nach einer Erweiterung des Gesprächskreises, waren die Vorträge und Diskussionen um das „Common Word" in München fruchtbar und richtungsweisend. Nun gilt es, den Dialog aufrechtzuerhalten. Denn, wie Walter Homolka es am vierten Abend formulierte, alles sei letztlich „eine Sache des Trainings".