Eugen-Biser-Stiftung
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Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam

Bücher

In Deutschland leben mehr als vier Millionen Muslime. Was aber weiß die christliche Mehrheit über deren Religion, und was wissen Muslime über das Christentum? Meist wenig, sehr wenig. Doch erst wer die Wurzeln des vermeintlich anderen kennt, kann den Dialog aufnehmen. Das Lexikon möchte einen Beitrag für die weitere Vertiefung des christlich-islamischen Dialogs und für die künftige Verständigung leisten. Durch eine bessere wechselseitige Kenntnis der Grundlagen der jeweiligen Religion können Herausforderungen von Migration und Integration sowie der Wahrung des innergesellschaftlichen wie des internationalen Friedens besser gelöst werden.

Was genau ist Dschihad, wie sieht das Frauenbild im Christentum und wie im Islam aus? Wie erklären muslimische Wissenschaftler Demokratie, und inwiefern unterscheidet sich ihre Sicht von der christlicher Wissenschaftler? Was sagen Christentum und Islam zum Thema Religionsfreiheit, und was kann man sich unter dem Heiligen Geist oder der Scharia vorstellen?

Antworten darauf gibt ein in der Form bislang noch nicht dagewesenes Werk, in dem erstmals die christliche und die muslimische Sicht auf die eigene und die je fremde Religion in einem Buch nebeneinander stehen. 24 deutsche und 64 türkische Wissenschaftler erklären darin rund 330 Grundbegriffe jeweils aus christlicher und islamischer Sicht und beleuchten auch die gesellschaftlichen Grundpositionen beider Religionen. Entstanden ist das Werk in einem wohl einzigartigen Kontext interreligiöser Zusammenarbeit, für den die Eugen-Biser-Stiftung sorgte.

Das christlich-islamische Begriffslexikon erschien 2013 im Verlag Herder und zeitgleich in einer türkischen Ausgabe im Verlag der Universität Ankara. Ab 13. September 2016 gibt es das Lexikon des Dialogs auch als Taschenbuch.

Es steht in Teilen in deutscher, englischer und türkischer Sprache online frei zur Verfügung.

Seit 2015 bietet die Eugen-Biser-Stiftung im Rahmen ihrer christlich-islamischen Bildungsarbeit Workshops, Fortbildungen und Vorträge zu interreligiöser und interkultureller Kompetenz an. Hierfür dienen das Lexikon des Dialogs und das ebenfalls wissenschaftsbasiert und dialogisch erarbeitete Nachfolgewerk, das Handbuch Christentum und Islam in Deutschland, als Grundlage.

Zielgruppen des Lexikons

Das Lexikon soll eine breite Leserschaft ansprechen. Es wendet sich insbesondere an:

  • Repräsentanten von Religionsgemeinschaften, Imame und Religionslehrer
  • Theologen und Philosophen, Pädagogen
  • Repräsentanten und Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur
  • Vertreter der Medien
  • Lehrplangestalter und Bildungsplaner, Lehrende der Erziehungswissenschaften
  • Studenten und Schüler der Oberstufe
  • alle an der Thematik interessierten Personen, insbesondere Drittstaatsangehörige

Notwendigkeit des Lexikons

Das Miteinanderleben in der globalen Welt erfordert, dass Christen und Muslime größere Kenntnisse übereinander erwerben, um Missverständnisse und daraus resultierende Konflikte zu reduzieren bzw. Präventionsarbeit zu leisten, um zukünftige Konflikte nicht entstehen zu lassen. Die Probleme von Migration, Integration und Wahrung des innergesellschaftlichen wie des internationalen Friedens benötigen Antworten, die ohne bessere wechselseitige Kenntnis und Kommunikation nicht mit Erfolg gegeben werden können. Diese globalen Gesichtspunkte gelten für jeden Staat mit christlichen und muslimischen Einwohnern.

Die Kenntnisse der Muslime über das Christentum und die darauf basierende westliche Kultur sind oft nur rudimentär und mit Ursache für bestehende, das Zusammenleben hemmende Stereotype. Dies gilt entsprechend für die christlichen Partner im interreligiösen und interkulturellen Dialog mit Muslimen. Es genügt aber nicht, nur an der Oberfläche Vorurteile und latente Ängste abzubauen. Vielmehr ist die Klärung der je eigenen christlichen bzw. muslimischen Grundsatzfragen die Voraussetzung für alle gemeinsamen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bemühungen.

Das Lexikon ist in deutscher und türkischer Sprache erschienen, eine englische Version ist in Arbeit. Die deutsche Fassung wendet sich an alle deutschsprechenden Muslime und Christen. Die türkische Fassung soll in der Türkei und in türkischsprachigen Ländern verbreitet werden, aber auch in Deutschland den hier lebenden türkischen Mitbürgern zur Verfügung stehen, sofern sie der deutschen Sprache (noch) nicht ausreichend mächtig sind. Deutschland hat eine wachsende muslimische Bevölkerung von gegenwärtig 4,3 Millionen Einwohnern; davon haben etwa 2,6 Millionen Einwohner türkische Wurzeln. Nach den Ergebnissen der zuletzt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg veröffentlichten Untersuchung – Stand Juni 2009 – („Muslimisches Leben in Deutschland") haben sich mehr als 86 % der muslimischen Bevölkerung als „eher gläubig" bezeichnet; 41,4 % der Muslime mit türkischen Wurzeln haben sich als „sehr stark gläubig" beschrieben. Das Lexikon soll zugleich einen Beitrag zur Förderung des interkulturellen deutsch-türkischen Zusammenlebens leisten.

Auch Andersgläubige und „Säkulare" können von dem grundlegenden Lexikon profitieren, leben sie doch mit Christen und Muslimen in einem Land und einer Welt zusammen. Ebenfalls können hier die Informationen des Lexikons zum Abbau von Stereotypen und als Konfliktprävention dienen.

Stimmen über das Lexikon des Dialogs

„Beeindruckend finde ich daher das Projekt der Eugen-Biser-Stiftung, ein wissenschaftlich fundiertes und im Dialog erarbeitetes christlich-islamisches Begriffslexikon herauszugeben. Denn nur wenn man sich über die Begriffe einig ist, kann man diesen Dialog fruchtbar und erfolgreich führen."
Dr. Hans-Peter Friedrich
Ehemaliger Bundesminister des Innern


„In dem Lexikon werden grundlegende Begriffe der beiden großen Religionen von wissenschaftlichen Experten beider Glaubensgemeinschaften von Neuem herausgearbeitet und vorgelegt. Noch größere Bedeutung kommt jedoch der Tatsache zu, dass die Beiträge des Christentums und des Islams in diesem Werk nebeneinander stehen. Im Grunde sollte diese Perspektive der Nähe im interreligiösen Bereich auch real praktiziert werden."
Erkan İbiş
Professor für Nuklearmedizin und Rektor der Universität Ankara


„Das Lexikon des Dialogs leistet einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog. Im Bemühen, seinen christlichen oder muslimischen Mitmenschen zu verstehen, bietet es eine authentische Innenansicht, die es auch ermöglicht, miteinander und nicht über einander zu kommunizieren. Die Lektüre des Lexikons fördert auch die Fähigkeit zur Selbstkritik – eine Voraussetzung für das Gelingen des gesellschaftlichen Zusammenhalts."
Dr. Manfred Schmidt
Ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)


„Das Lexikon ist ein anschauliches und authentisches Beispiel für die Begegnung, das Kennenlernen und Verstehen zwischen Christentum und Islam. Das Buch bringt Christen und Muslimen die wesentlichen Grundlagen der jeweils anderen Religion näher und schafft damit eine Voraussetzung, sich einander besser zu verstehen, und fördert eine Kultur des harmonischen Zusammenlebens."
Dr. Mualla Selçuk
Professorin für Religionspädagogik an der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara, Mitherausgeberin des Lexikon des Dialogs

 

„Eine hervorragende Basis für eine zukunftsorientierte Verständigung von Christen und Muslimen."
Alois Glück
Präsident des Bayerischen Landtags a. D., Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

 

„Das Lexikon erfasst auf einzigartige Weise die Sicht zweier Weltreligionen auf zentrale Begriffe des Glaubens."
Dr. Theo Waigel
Bundesminister a. D.


„Wenn aus der Zusammenkunft verschiedener Religionen eine Übereinkunft des Friedens, der Arbeitsteilung, des Anregens und Ergänzens werden soll, müssen die Elementargedanken von Christentum und Islam sichtbar und bewusst gemacht werden. Dies ist mit dem Lexikon gelungen."
Paul Kirchhof
Professor für Staatsrecht und Bundesverfassungsrichter a. D.

Medienecho

Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 3. August 2014

Von Thomas Klatt
"Ein solches Werk musste geschrieben werden". Das christlich-muslimische "Lexikon des Dialogs

 

Deutschlandradio Kultur, Beitrag vom 10. April 2014:
Peter Antes im Gespräch mit André Hatting
Zwei Religionen, ein Buch. Wissenschaftler schreiben Lexikon zu christlichen und islamischen Grundbegriffen


Interview mit Prof. Heinzmann bei BR 2 in der Sendereihe "Theo.Logik" vom 23. September 2013, moderiert von Karin Wendlinger:
Das Interview als Ausschnitt der Sendung finden Sie hier: Download (mp3, 8 MB)


Interview mit Prof. Heinzmann und Dr. Başol geführt von Evelyne Baumberger, Radio Life Channel, Schweiz, am 16. Oktober 2013 (Wdh.):
Kirche & Gesellschaft: Islamisch-christliche Verständigung per Lexikon
"Mit «Lexikon des Dialogs» haben muslimische und christliche Religionswissenschaftler gemeinsam ein Lexikon publiziert, wo die wichtigsten Begriffe aus beiden Religionen erklärt werden. Wir sprachen mit den Herausgebern über die Motivation für dieses Werk." Download (mp3, 3 MB)

Rezensionen

Aus: Christ in der Gegenwart Ausgabe 23/2015
Lexikon des Dialogs sowie Handbuch Christentum und Islam in Deutschland rezensiert von Werner Trutwin.


Würtz, Thomas, [Rezension], in: Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums 70 (2014) 2-3, S. 246f. (pdf)
Dr. Thomas Würtz, Assistent für Islamwissenschaft, Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie, Universität Bern.


Rezension von Dr. Güzelmansur (CIBEDO-Beiträge 1/2014)

http://www.cibedo.de/lexikondesdialogs.html
PDF zum Download


Im Dienst der Verständigung (Original-pdf)
Muslime und Christen erstellen gemeinsam ein theologisches Wörterbuch
Felix Körner SJ
Stimmen der Zeit, Oktober 2013, S. 704-708.


12.03.2014, Deutschlandradio
Rezension: Lexikon des Dialogs
Autor: Engelbrecht, Sebastian
Sendezeit: 09:54 Uhr
Länge: 03:55 Minuten
Download (mp3)


Professor Dr. Dr. Bertram Schmitz, Universität Jena (Religionswissenschaft)
Was verstehen aktuell türkische Theologen unter Begriffen wie Auferstehung und Jenseits, Toleranz oder Heilige Stätten; warum ist die Methode des Analogieschlusses (qiyas) für die islamische Rechtssprechung so wichtig, warum wurde er eingeführt und wie stehen unterschiedliche Rechtsschulen jeweils zu diesem Verfahren? Das neue Lexikon des Dialogs - Grundbegriffe aus Christentum und Islam wurde im Auftrag der Eugen-Biser-Stiftung und der Islamisch Theologischen Fakultät der Universität Ankara erstellt, um solche Begriffe von authentischer muslimischer Seite zu beantworten. Demgegenüber werden im selben Lexikon zugleich die zentralen christlichen Begriffe ebenfalls authentisch von christlichen Fachleuten beantwortet. Die Artikel sind umfassend und überschaubar zugleich. Sie sind differenziert und geben oftmals auch unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen wieder. Vor allem aber gelingt es ihnen, den Inhalt der Begriffe auf klare und ansprechende Weise zu präsentieren. Entstanden ist ein Lexikon, das für Laien wie für Spezialisten empfohlen werden kann. Eine weitere Besonderheit liegt darin, dass die jeweiligen Artikel in Deutsch oder Türkisch verfasst und anschließend in die jeweils andere Sprache übersetzt wurden. So konnten sie bereits während des Arbeitsprozesses einander vorgelegt und abgesprochen werden. Das Lexikon liegt somit vollständig auf Türkisch und Deutsch vor. Es kann von beiden Dialogpartnern gleichermaßen verwendet werden, als reichhaltige Informationsquelle und als Basis für einen Gesprächsaustausch über die Inhalte dieser Religionen.

Aus dem Vorwort

Der „Dialog aus christlichem Ursprung" mit anderen Religionen und Weltanschauungen gehört neben den innertheologisch-christlichen Arbeitsfeldern zu den zentralen Aufgaben der vor zehn Jahren gegründeten Eugen-Biser-Stiftung.

Bei ihrer Suche nach geeigneten Gesprächspartnern für den wissenschaftlich-theologischen Dialog ergab sich für die Eugen-Biser-Stiftung im Jahre 2005 die Gelegenheit, gemeinsam mit der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara – Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi – abwechselnd in Ankara und München Symposien zu Grundpositionen des heutigen christlichen bzw. islamischen Selbstverständnisses durchzuführen. Auf diesen Veranstaltungen, bei denen sich die muslimischen Wissenschaftler der türkischen, die christlichen der deutschen Sprache bedienten, sahen sich hochqualifizierte Übersetzer vor außerordentliche Probleme gestellt: Es fehlten auf beiden Seiten entsprechende Referenzwerke. Diese Lücke zu schließen, war das Gebot der Stunde. Die Eugen-Biser-Stiftung schätzt sich glücklich, in der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara einen prominenten und kompetenten Partner und in der damaligen Dekanin, Prof. Dr. Mualla Selçuk, und dem seinerzeitigen Vizedekan, Prof. Dr. Halis Albayrak, hoch motivierte Mitherausgeber für ein solches Lexikon gefunden zu haben. Auf dieser Grundlage konnte die Eugen-Biser-Stiftung die Initiative und Verantwortung für das anspruchsvolle Projekt übernehmen – eine Pionierarbeit von höchstem Anspruch und großem Aufwand, wie sich im Laufe der Arbeit zunehmend herausstellte.

Dem Projekt liegt folgende Konzeption zu Grunde:

  • Das Lexikon sollte in einem überschaubaren Umfang bleiben. Daher beschränkte man sich für die Nomenklatur übereinstimmend auf je ca. 320 Grundbegriffe aus Christentum und Islam, die nach Möglichkeit unter Einschluss grundlegender interkultureller sowie gesellschaftsbezogener Gesichtspunkte zu verfassen waren. Das Lexikon enthält keine religionswissenschaftlich kommentierenden Aspekte, vielmehr werden die beiden Religionen, Christentum und Islam, unabhängig voneinander dargestellt.
  • Die islamischen Artikel wurden ausschließlich von muslimischen und die christlichen Wissenschaftlern auf Türkisch bzw. auf Deutsch verfasst. Sie in die jeweilige andere Sprache zu übersetzen, stellte die Übersetzer vor höchste Anforderungen. Die Autoren erläutern die Stichworte nach ihren theologischen und kulturellen Überzeugungen mittels ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Methode. Die jeweiligen Autoren tragen die wissenschaftliche Verantwortung für ihre Artikel.
  • Das gesamte Lexikon erscheint in einer deutschen und in einer türkischen Ausgabe in Deutschland und in der Türkei. Die gleichzeitige Vorlage beider Ausgaben ermöglicht es den in Deutschland lebenden Muslimen türkischer Abstammung, bei Bedarf die türkische Ausgabe des Lexikons zu Rate zu ziehen.
  • Das Lexikon soll auch in weitere Sprachen übersetzt werden. Alle Anstrengungen um die Erstellung des Lexikons wären fruchtlos geblieben ohne die großzügige Unterstützung durch öffentliche und private Sponsoren. Unser ganz besonderer Dank gilt dem Europäischen Integrationsfonds, dem Bundesministerium des Innern, dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), dem Deutschen Bundestag, der Robert Bosch Stiftung, der Koç-Stiftung, Istanbul, sowie privaten Sponsoren und Freunden der Eugen-Biser-Stiftung.

München, im Sommer 2013
Dr. Heiner Köster, geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates

Aus der Einführung

Die Identität des Menschen erwächst nach wie vor in hohem Maße – ob bewusst oder unbewusst – aus der je eigenen Religion, die in der jeweiligen Kultur ihren Niederschlag und ihre Ausprägung findet. Über die Kultur wirkt die Religion wieder zurück auf den Menschen. Das hat zur Folge, dass auch eine sich weitgehend säkular verstehende und gerierende Gesellschaft von einer traditionellen religiösen Gedankenwelt durchformt ist. Dabei trifft man heute auf das Phänomen, dass es nicht unbedingt die zentralen Inhalte einer Religion sind, die das allgemeine Bewusstsein bestimmen. Häufig sind es geschichtlich bedingte Überfremdungen und Verfälschungen einer Religion, die sich schließlich für die Sache selbst ausgeben. Da es bei einem religiösen Dialog in keinem Fall darum gehen darf, die eigene Identität aufzugeben, ist es von besonderem Gewicht, das Wesentliche von einer zufälligen Ausdrucksgestalt der Religion zu unterscheiden. Durch die Konzentration auf das Substantielle werden wie von selbst Hindernisse abgebaut, die, solange man sich bei den Randphänomenen aufhält, nahezu unüberwindbar erscheinen. Um die Perspektive auf das Ganze der jeweils anderen Religion zu eröffnen, wurden in dieses Werk auch Stichworte aufgenommen, die in der je anderen Religion keine Entsprechung haben, aber für das je eigene Selbstverständnis unverzichtbar sind.

Gegenseitiges Verstehen und gemeinsames Handeln setzen eine gemeinsame Sprache voraus. Diese ist mehr als das Beherrschen von Wörtern und Grammatik, sie zielt auch auf das Ausloten der Verstehenshorizonte, die mit den Schlüsselbegriffen verbunden sind. Das hier vorgelegte Buch ist ein erster Meilenstein zu einem solchen Ausloten des Verstehens wichtiger Schlüsselbegriffe aus Christentum und Islam. Bei den zahlreichen Sitzungen zwischen den türkischen muslimischen Herausgebern aus der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität in Ankara und den deutschen christlichen Herausgebern von der Eugen-Biser-Stiftung in München ist deutlich geworden, dass trotz jahrhundertelanger Existenz christlicher Kirchen und Gemeinden in der Türkei das Türkische so stark islamisch geprägt ist, dass eine signifikante Sprachlosigkeit vorherrscht, wenn es darum geht, bestimmte Grundgedanken des Christentums türkisch wiederzugeben, wie umgekehrt das Deutsche so stark christlich geprägt ist, dass islamische Gedanken oft nur schwer adäquat ausgedrückt werden können. Somit steht beispielsweise der deutschsprachige islamische Religionsunterricht in Deutschland vor einer doppelten Sprachlosigkeit: vor sprachlichen Defiziten einer Schülerschaft mit Migrationshintergrund und vor dem Fehlen einer islamisch-theologischen Fachterminologie. Das hiermit der Öffentlichkeit übergebene Lexikon will diese Sprachlosigkeit überwinden und teilweise durch Neologismen darauf hinweisen, dass viele Konzepte und Begriffe im Verständnis von Muslimen und Christen nicht deckungsgleich sind, denn nur wer um die Unterschiede und Besonderheiten weiß, kann angemessen reagieren und ein gemeinsames Handeln zum Wohle aller initiieren.

Ziel des vorliegenden Lexikons ist es, Brücken zwischen den Religionen Christentum und Islam zu bauen. Es handelt sich folglich nicht um eine religionswissenschaftliche Darstellungsweise von Christentum und Islam oder um eine orientalistische Abhandlung der islamischen Schlüsselbegriffe. Christentum und Islam werden theologisch von innen heraus dargestellt, so wie es gläubige Vertreter der jeweiligen Religionen aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz jeweils sehen.

Die unterschiedlichen Sprachtraditionen betreffen dabei nicht nur das theologische Fachvokabular. Sie berühren auch die wissenschaftlichen Darstellungsstile und die Ergebnisse. Ein Beitrag, der auf Türkisch oder Deutsch geschrieben wurde, kann in seinem jeweiligen heimatsprachlichen Umfeld die Erwartungen seiner Leserschaft und der wissenschaftlichen Standards voll erfüllen, im anderssprachigen Umfeld dagegen viele Fragen aufwerfen, die sich im erstgenannten Kontext gar nicht stellen, geschweige denn nach einer Antwort verlangen. Hinzu kommen unterschiedliche Darstellungsformen wie die eher distanzierten Beschreibungen mit Betonung einer stark historisierenden Kontextgebundenheit der Aussagen im Rahmen der deutschen Theologie und die eher bekenntnisgebundene Beschäftigung mit der jeweiligen Thematik in den Islamischen Studien. Ein höchst spannendes, bislang kaum beachtetes Feld komparativer Theologieforschung. Das hier vorgelegte Werk bietet dazu immer wieder wichtiges Anschauungsmaterial.

Angesichts unser aller Verantwortung für ein friedliches Miteinander und unseres Bemühens um Frieden und Völkerverständigung in der Welt ist das Wissen um das, was und wie wir jeweils denken und was unser jeweiliges Handeln bestimmt, kein Spezialwissen für einige wenige Gelehrte. Es geht alle an, die sich um konstruktive Zusammenarbeit bemühen.

Grundsätze für die Definition der ausgewählten Lemmata

Für die Definition der einzelnen Lemmata gelten unter anderem folgende Grundsätze:

  • Die Definitionen aus islamischer Sicht werden von türkischen Professoren in türkischer Sprache, solche aus christlicher Sicht von deutschen Professoren in deutscher Sprache vorgenommen. Die Artikel werden in die jeweils andere Sprache übersetzt, so dass alle Artikel sowohl in türkischer als auch in deutscher Sprache vorliegen.
  • Der Umfang der christlichen und islamischen Lexikonartikel soll im Durchschnitt je 350 Wörter betragen; in Ausnahmefällen kann hiervon – auch erheblich – abgewichen werden.
  • Ein Lexikonartikel komprimiert das Wesentliche, das heißt, er enthält nur das Ergebnis wissenschaftlicher Arbeit, nicht aber den Nachweis der jeweiligen Herleitung. Daraus ergibt sich insbesondere der Verzicht auf die Angabe von Sekundärliteratur und Fußnoten (kein wissenschaftlicher Apparat). Dem Lexikon wird aber eine von den Herausgebern verabschiedete Liste weiterführender Literatur beigegeben.
  • Die Artikel werden auf dem heutigen Stand der christlichen bzw. muslimischen Wissenschaft erarbeitet. Abweichende Richtungen innerhalb des Christentums bzw. des Islams werden – je nach ihrer Bedeutung – berücksichtigt.

Hintergründe zur Zusammenarbeit mit Professoren der Islamisch-Theologischen Fakultät der Ankara Üniversitesi

Bei den seit 2005 von der Eugen-Biser-Stiftung und der Islamisch-Theologischen Fakultät der Ankara Üniversitesi durchgeführten wissenschaftlichen, theologischen und philosophischen Symposien haben die muslimischen und die christlichen Professoren die Überzeugung gewonnen, dass für eine sachgerechte Kommunikation die Erarbeitung eines bisher nicht vorhandenen Begriffslexikons für die Erläuterung der verwendeten Begriffe erforderlich ist. Mit dem Christentum und dem Islam begegnen sich Religionen, die nach einem Diktum des christlichen Religionswissenschaftlers arabischer Herkunft Professor Adel Theodor Khoury (Münster) einander „nahe und fern zugleich" sind. Dies vergrößert die Gefahr von Missverständnissen.

Ein besonderes Merkmal des Begriffslexikons ist die Zusammenarbeit von muslimischen türkischen Wissenschaftlern mit christlichen deutschen Theologen und Philosophen, um auf der Höhe der jeweiligen theologischen Forschung ein kohärentes Bild der beiden Religionen und ihrer Lebenswelten zu vermitteln. Das heißt, es äußern sich Christen und Muslime über die je eigene Religion. Die Artikel vermitteln religiöse Phänomene und Glaubensinhalte auf unterschiedliche Art und Weise. Neben abstrakt-logisch formulierten Darstellungen, bisweilen auch religionswissenschaftlichen Passagen, stehen den eigenen Glauben vermittelnde, gelegentlich in leidenschaftliche Sprache gekleidete Gedanken. Somit ist das Lexikon auch immer Glaubenszeugnis und keine rein abstrakte Wissenschaft. Gerade in dieser Hinsicht kann das Lexikon auch von Religionspädagogen fruchtbar gemacht werden.

In der Vergangenheit haben bislang 34 Redaktionskonferenzen der christlichen und muslimischen Herausgeber abwechselnd in Ankara und München stattgefunden.

Mitwirkende Personen

Gesamtverantwortung

Die Gesamtverantwortung für das Projekt liegt bei der Eugen-Biser-Stiftung, vertreten in dieser Sache durch Dr. Heiner Köster, geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates, in Kooperation mit Professoren der Islamisch-Theologischen Fakultät (ITF) der Ankara Üniversitesi, Ankara/Türkei.

Herausgeber

Deutsche Herausgeber

  • Prof. em. Dr. Richard Heinzmann
    Ludwig-Maximilians-Universität München, Ehrenpräsident der Eugen-Biser-Stiftung
  • Prof. em. Dr. Dr. Peter Antes
    Leibniz Universität Hannover, Seminar für Religionswissenschaft, Schwerpunkt Islamwissenschaft, Mitglied des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung
  • Prof. Dr. Martin Thurner
    Ludwig-Maximilians-Universität München, Vorsitzender des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung

Türkische Herausgeber

  • Prof. Dr. Mualla Selçuk
    Vormalige Dekanin der Islamisch-Theologischen Fakultät der Ankara Üniversitesi
  • Prof. Dr. Halis Albayrak
    Islamisch-Theologische Fakultät der Ankara Üniversitesi
  • Beratungsgremium der muslimischen Herausgeber, gebildet aus Mitgliedern der Islamisch-Theologischen Fakultät der Ankara Üniversitesi:
                         - Prof. Dr. Mahmut Ay
                         - Prof. Dr. Ahmet Nedim Serinsu
                         - Yard. Doç. Dr. Engin Erdem
                         - Doç. Dr. İhsan Çapcıoğlu

Autoren

Als Autoren für die Definition der christlichen bzw. islamischen Bedeutung eines Begriffs wurden ausgewiesene universitäre Fachwissenschaftler von der Eugen-Biser-Stiftung bzw. von der Islamisch-Theologischen Fakultät der Universität Ankara ausgewählt.

24 Wissenschaftler wurden von der Eugen-Biser-Stiftung mit dem Verfassen der christlichen Artikel beauftragt (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. theol. Peter Antes, Professor em. für Religionswissenschaft an der Leibniz Universität Hannover
  • Prof. Dr. theol. Martin Arneth, Professor für Alttestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. theol. Knut Backhaus, Professor für Neutestamentliche Exegese und biblische Hermeneutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. phil. Peter Graf, Professor em. für Interkulturelle Pädagogik an der Universität Osnabrück
  • Prof. Dr. theol. Gruber, Hans-Günter, Professor für Katholische Theologie in der Sozialen Arbeit an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München
  • Prof. Dr. theol. Dr. jur. can. Stephan Haering OSB, Professor für Kirchenrecht, insbesondere Verwaltungsrecht sowie Kirchliche Rechtsgeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. theol. Gerd Häfner, Professor für Biblische Einleitungswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. theol. Winfried Haunerland, Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Dr. phil. Michael Heinzmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Religionswissenschaft, Institut für Jüdische Studien/Jewish Studies der Universität Potsdam
  • Prof. Dr. Richard Heinzmann, Professor em. für Christliche Philosophie und Theologische Propädeutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Stephan Heuberger, Dozent am Zentrum Seniorenstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Chorleiter und Organist der Universitätskirche St. Ludwig, München
  • Prof. Dr. theol. Klaus-Peter Jörns, Professor em. für Praktische Theologie und Leiter des Instituts für Religionssoziologie an der (Evang.-)Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Prof. Dr. jur. Dres. h.c. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a.D., Seniorprofessor distinctus, Direktor em. des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. theol. Armin Kreiner, Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. theol. Ludwig Mödl, Professor em. für Pastoraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. phil. Johannes Müller SJ, Professor em. für Sozialwissenschaften und Entwicklungspolitik an der Hochschule für Philosophie S.J. München
  • Prof. Dr. phil. Johannes Neuhardt, Apostolischer Protonotar Professor em. Domdechant Salzburg
  • Prof. Dr. iur. Janbernd Oebeckke, Professor für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Otto Hermann Pesch, Professor em. für systematische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Hamburg
  • Prof. Dr. theol. Perry Schmidt-Leukel, Professor für Religionswissenschaft und interkulturelle Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • Prof. Dr. theol. Martin Thurner, Professor für Christliche Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. theol. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Dr. theol. Norbert Weigl, Pastoralassistent i.V. in der Erzdiözese München-Freising
  • Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Gunther Wenz, Direktor des Instituts für Fundamentaltheologie und Ökumene, Inhaber des Lehrstuhls für Systematische Theologie I an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München

55 Wissenschaftler wurden von den türkischen Herausgebern der Islamisch-Theologischen Fakultät der Ankara Üniversitesi der Eugen-Biser-Stiftung für das Verfassen der islamischen Artikel vorgeschlagen und mandatiert (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Doç. Dr. Rahim Acar, Marmara Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Baki Adam, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Ahmet Akbulut, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Dr. Salih Akdemir, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Bayram Akdoğan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Halis Albayrak, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Ramazan Altıntaş, Selçuk Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Durmuş Arık, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. İbrahim Aslan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mahmut Ay, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mehmet Bayrakdar, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi (Emeritus) & Yeditepe Üniversitesi
  • Prof. Dr. Nahide Bozkurt, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Semih Ceyhan, TDV İslâm Araştırmaları Merkezi (İsam)
  • Prof. Dr. Kamil Çakın, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Nusret Çam, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. İhsan Çapçıoğlu, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Rabiye Çetin, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Gürbüz Deniz, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Dr. Recai Doğan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Abdulkadir Dündar, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Şaban Ali Düzgün, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Remziye Ege, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Engin Erdem, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Ar. Gör. Muhammet Emin Eren, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Muammer Esen, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Vahit Göktaş, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Esra Gözeler, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Ali Rıza Gül, Osmangazi Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Dr. Mehmet Kalaycı, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mehmet Katar, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Recep Kılıç, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Şenol Korkut, Osmangazi Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. İsmail Köz, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Sönmez Kutlu, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. İbrahim Maraş, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Muhit Mert, Fatih Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mesut Okumuş, Hitit Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Hasan Onat, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mehmet Özdemir, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mehmet Paçacı, Diyanet İşleri Başkanlığı & Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Dr. Necmettin Pehlivan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mehmet Sait Reçber, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Müfit Selim Saruhan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Mualla Selçuk, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Ahmet Nedim Serinsu, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Muzaffer Tan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. Fehrullah Terkan, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Doç. Dr. İhsan Toker, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Cemal Tosun, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Talip Türcan, Süleyman Demirel Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. (Emeritus) Halit Ünal, Erciyes Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. İsmail Hakkı Ünal, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Hikmet Yaman, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi
  • Prof. Dr. Cafer Sadık Yaran, İstanbul Üniversitesi İlahiyat Fakültesi
  • Yrd. Doç. Dr. Zikri Yavuz, Ankara Üniversitesi İlâhiyat Fakültesi

Erläuterung der türkischen akademischen Titel::
Prof. Dr.: Professor, Doç. Dr.: Dozent (habilitiert), Yrd. Doç.: Assistent (Post-Doc), Dr.: Lehrbeauftragter, Ar. Gör.: Doktorand.