Eugen-Biser-Stiftung
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Zukunft des Christentums

Das Christentum entstand vor zwei Jahrtausenden in einer Umwelt, die sich von unserer heutigen Lebenswirklichkeit grundlegend unterscheidet. Dennoch erfahren Christen den Kern ihres Glaubens als lebendigen Grund ihres Lebens: Der bedingungslos liebende Gott gewährt jedem Menschen eine Würde und Zukunft, auch wenn die innerweltlichen Möglichkeiten zu Ende sind. "Zukunft des Christentums" bedeutet, dass diese Kernbotschaft für ein menschenwürdiges Leben weiter tragend bleibt, aber auch in neuen Zeiten neu aktualisiert werden muss.

Die Stiftung arbeitet an Aktualisierungsansätzen auf der Grundlage des Werks von Eugen Biser zu den folgenden Themen:

 

Grundfragen christlicher Existenz

Christentum bedeutet konkrete Lebenswirklichkeit eines jeden Einzelnen und nicht vorrangig Lehre oder Moral – so der theologische Ansatz von Eugen Biser. Christsein heißt, sein Leben im Glauben an den bedingungslos liebenden Gott zu führen. Dadurch kann der Mensch seine Lebensangst überwinden und sich seinen Freiheitsmöglichkeiten öffnen.
Daraus ergeben sich weitreichende Konsequenzen für das Verhältnis des Menschen zu Gott, zur Gemeinschaft und zu sich selbst. Ziel christlicher Existenz ist es, die Freiheit der Gotteskindschaft zu erfahren. Diesen Fragen und Herausforderungen gehen wir in Veranstaltungen, Tagungen und Veröffentlichungen nach.

Kirche – Idee und Wirklichkeit

Die Rede von einer Kirchenkrise oder auch Gotteskrise ist heute in aller Munde. Die gegenwärtige Situation der Kirche lässt sich als eine Folge systemimmanenter Probleme erklären. Daraus folgt: Christentum muss sich – in Theorie und Praxis – neu an der Person Jesu Christi und seiner Botschaft ausrichten.
Der Gestaltung dieser Forderung geht die Stiftung in Veranstaltungen und Publikationen nach mit der Frage im Blick: Wie müssen eine Gemeinschaft und ihre Lebensvollzüge strukturiert sein, die sich als "Gemeinschaft der Kinder Gottes" versteht?

Ökumene

Die Kirchenspaltungen sind nicht nur ein unverständliches Ärgernis, sondern ein Verfehlen des eigenen, von Jesus Christus ergangenen Auftrags zu Versöhnung und Einheit. Pluralität darf uns nicht daran hindern, uns als die eine Kirche zu verstehen.
Das christliche Glaubensbekenntnis ist in einer Vielfalt historisch gewordener kirchlicher Gemeinschaften überliefert, denen jeweils eine spezifische Art und Weise Theologie zu betreiben, die Sakramente zu empfangen und geistlich zu leben entspricht. Wie eine Weitervereinigung der christlichen Konfessionen gestaltet werden kann, ohne die wertvollen Impulse der gewachsenen Identitäten und den Reichtum dieser Gestaltungen des Christentums aufzugeben, bleibt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft des Christentums.
Wir nehmen die Herausforderung der Ökumene an und bemühen uns um einen Beitrag.

Machen Sie sich anhand unserer Themen- und Projektseiten selbst ein Bild von unserem Beitrag für die Zukunft des Christentums.