Eugen-Biser-Stiftung
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Montag, 28. Mai 2018, 18.15 Uhr

Zur Struktur gemeinschaftlicher religiöser Gewalt

Religion und Gewalt · Ein Beitrag zur Theologie des Interreligiösen Dialogs

Vortragsreihe · Prof. Dr. Hans G. Kippenberg

Die heutige empirische Religionsforschung geht nicht von einem direkten Zusammenhang zwischen Monotheismus bzw. Religion und Gewalt aus, sondern betrachtet ihn als kontingent. Religionsgemeinschaften interpretieren verschiedene Typen von Konflikten aus einer religiösen Perspektive heraus und rechtfertigen damit ein gemeinschaftliches Gewalthandeln, für das sie eine religiöse Sprache ausbilden. Zwei exemplarische Fälle werden im Lichte dieser Problemstellung besprochen.
Religiöses Gewalthandeln kann nicht auf abstrakte Werte zurückgeführt werden. Vielmehr beruht es auf einer religiösen Definition einer Konfliktsituation, wobei die in den heiligen Schriften enthaltenen Vorbilder von Konfliktlösungen den Handelnden Orientierung geben.

 

Prof. Hans G. Kippenberg war bis zu seiner Emeritierung Professor für Religionswissenschaften an der Universität Bremen.

 

Teilnahmegebühr   

Kostenfrei

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Vorlesungsreihe Religion und Gewalt

Veranstaltungsort

A 017, Erdgeschoss

Hauptgebäude

Ludwig-Maximilians-Universität

Geschwister-Scholl-Platz 1

80539 München

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