Eugen-Biser-Stiftung
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Mittwoch, 1. Juli 2015, 09.00 Uhr

Christlich-Islamischer Workshop

mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse des Pirckheimer- und Dürer-Gymnasium in Nürnberg

Workshop · Dr. Ayşe Başol,  Prof. Dr. Martin Thurner

Die Eugen-Biser-Stiftung war an zwei Nürnberger Gymnasien zu Gast, um mit

Schülerinnen und Schülern über Religionsfragen ins Gespräch zu kommen. Dabei

betraten sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Referenten Neuland.

Das beiderseitige Interesse für eine Ausweitung des Workshopangebots ist da.

 

Warum hat Gott die Allmacht, sich zu aktuellen Themen zu äußern bzw. sich zu offenbaren, tut es aber scheinbar nicht? Woher kommt die Ungleichberechtigung von Mann und Frau, wenn Bibel und Koran in ähnlicher Weise Gleichberechtigung vertreten? Wie kann jeder Mensch gottgewollt sein und doch zu Intoleranz oder gar zur Vernichtung Andersgläubiger aufrufen?

Mit Fragen wie diesen wurden die christlichen und muslimischen Expertinnen und Experten der Eugen-Biser-Stiftung bei den Workshoptagen am Pirckheimer- und Dürer-Gymnasium in Nürnberg gelöchert. Religion und Glaube sind für einige Schülerinnen und Schüler nicht selbstverständlich und werden kaum als wichtige und positive Kategorie des gesellschaftlichen Miteinanders wahrgenommen. So setzten sich die Schülerinnen und Schüler der elften Jahrgangsstufe intellektuell und kritisch mit Fragen und Glaubensinhalten der unterschiedlichen Religionen auseinander und scheuten sich nicht, eigene Position zu beziehen.

Die beiden Referenten, Dr. Ayşe Başol und Prof. Dr. Martin Thurner, berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen im christlich-islamischen Dialog und gaben erste Impulse für das interreligiöse Schüler-Experten-Gespräch. Mit der Lektüre einzelner Beiträge aus dem Lexikon des Dialogs, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Themen wie Religionsfreiheit, Frau sowie Krieg und Frieden aus christlicher und islamischer Perspektive in Gruppenarbeit beschäftigten, sahen sich die jeweils 100 Gymnasiasten mit einem positiven Ansatz gegenüber Fragen in Christentum und Islam konfrontiert, was sich für die anschließende Diskussion als förderlich erwies.

Im Gesamten zeigten die beiden Workshoptage, dass das Angebot der Eugen-Biser-Stiftung, die partei- und kirchenpolitisch unabhängig ist und aus christlicher Überzeugung einen bejahenden Umgang mit Religionen pflegt, einen entscheidenden Beitrag dazu leisten kann, auch die positive Wirkungsmacht von Religion aufzuzeigen. Ziel des teilnehmerorientierten Workshops ist es, dass für Schülerinnen und Schüler die Notwendigkeit des (interreligiösen) Dialogs erleb- und erfahrbar wird. Er kann ein Schlüssel dafür sein, herausfordernde Themen unserer Gesellschaft anzusprechen – sie nicht zu tabuisieren –, um im Idealfall gemeinsame demokratische Ziele für die Gesamtgesellschaft zu formulieren und umzusetzen.

Die Eugen-Biser-Stiftung dankt dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst für die beratende Unterstützung, den Schülerinnen und Schülern für ihre Mitarbeit sowie den Lehrerinnen und -lehrern der beiden Nürnberger Gymnasien für die Vorbereitung der Workshops.

 

Zur Information

Um die Notwendigkeit und das Bewusstsein für den interreligiösen Dialog in der demokratisch-wertepluralen Gesamtgesellschaft zu unterstützen, führt die Eugen-Biser-Stiftung Workshops zum christlich-islamischen Dialog durch. Die teilnehmerorientierten Veranstaltungen haben das Ziel, Schülern, Studierenden und Multiplikatoren im schulischen und außerschulischen Bereich die Notwendigkeit und die Chancen des gegenseitigen Verstehens aufzuzeigen. Bei Interesse und Rückfragen kontaktieren Sie uns. Gern kommt unser interreligiöses Team auch zu Ihnen.

Teilnahmegebühr   

Kostenfrei

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