Der Eugen-Biser-Preis
Eugen-Biser-Preis 2008
Preisverleihung am 22. November 2008
Die Eugen-Biser-Stiftung freut sich mitzuteilen, daß sie den Eugen-Biser-Preis an die muslimischen Würdenträger
H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal
Haschemitisches Königreich von Jordanien
Shaykh Habib Ali Zain al-Abideen al-Jifri
Vereinigte Arabische Emirate
Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić
Großmufti von Bosnien und Herzegowina
am Samstag, den 22. November 2008 in München verliehen hat.

- von links: S. E. Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić,
S. E. Salem bin Mohammed Al-Kasimi (stv. für Shaykh Al-Habib Ali Zain Al-Abidin Al-Jifri), S. E. Issa Nasser Ayyoub, Botschafter des Haschemitischen Königreichs Jordanien (stv. für H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal) (Foto: Christine Vincon)
Die Preisverleihung erfolgte im Blick auf die maßgebliche Mitwirkung der Preisträger an dem denkwürdigen Offenen Brief "A Common Word Between Us and You" vom 13. Oktober 2007 an die christlichen Kirchen und in Anerkennung ihres außerordentlichen Beitrages zum muslimisch-christlichen Dialog und ihrer konsequenten und segensreichen Bemühungen um den Frieden.
Der Stiftungsrat hat die Preisverleihung gemeinsam mit dem Ehrenpräsidenten, Herrn Professor Dr. Dr. Dr. h. c. Eugen Biser, einstimmig beschlossen. Wir danken den Preisträgern für die Ehre und Anerkennung, die sie mit der Annahme des Preises der Stiftung gegenüber zum Ausdruck bringen.
Eugen Biser entwarf sein Lebenswerk im Dialog und in Auseinandersetzung mit den Ursprungstexten des Christentums, mit dessen Geschichte und nicht zuletzt mit der geistigen Situation unserer weithin von Säkularismus und Atheismus geprägten Zeit. Im Zentrum seines Denkens steht das durch Jesus vermittelte Verständnis Gottes als des bedingungslos liebenden Vaters. Die Liebe zu Gott, die in der Liebe zum Nächsten ihren konkreten Ausdruck findet, ist die unverzichtbare Basis christlicher Existenz. Eine größere Übereinstimmung in Ursprung und Zielsetzung mit dem epochalen Offenen Brief "A Common Word Between Us and You" ist kaum denkbar. Dem interreligiösen Dialog – ohne dabei die eigene Identität aufzugeben – sind beide, Christen wie Muslime, verpflichtet, vor allem deshalb, weil es ohne Frieden unter den Religionen keinen Frieden unter den Menschen gibt und geben kann.
Reden anlässlich des Festaktes in der Allerheiligen-Hofkirche
- Professor Dr. Dr. h. c. mult. Paul Kirchhof
Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung
Begrüßung und Einführung
(deutsche Fassung)
- Staatsminister Siegfried Schneider
Leiter der Bayerischen Staatskanzlei
Grußwort
(deutsche Fassung) - Oberbürgermeister Christian Ude
Präsident des Deutschen Städtetages
Grußwort
(deutsche und englische Fassung) - Bundesminister Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Schäuble
Bundesminister des Innern
Festvortrag: "Religiöse Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland"
(deutsche, englische und arabische Fassung) - Professor Dr. Richard Heinzmann
Vorsitzender des Stiftungsrates der Eugen-Biser-Stiftung
Gedanken zum Eugen-Biser-Preis und Begründung der Preisverleihung
an H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal
(deutsche Fassung) - Landesbischof Dr. Johannes Friedrich
Nahostbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
Miteinander lernen, die Liebe zu entdecken: "A Common Word" und die Reaktion der Ökumene – Begründung der Preisverleihung an H. E. Shaykh Al-Habib Ali Zain Al-Abidin Al-Jifri
(deutsche und englische Fassung) - Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke
Vorsitzender der Kommission für den interreligiösen Dialog der Deutschen Bischofskonferenz
Die Einheit von Gottesliebe und Nächstenliebe: erste Schritte im katholisch-muslimischen Dialog – Begründung der Preisverleihung an H. E. Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić
(deutsche und englische Fassung) - Dr. Heiner Köster
Stv. Vorsitzender des Kuratoriums der Eugen-Biser-Stiftung
Übergabe der Preisurkunden
(deutsche und englische Fassung) - H. R. H. Prince Ghazi bin Muhammad bin Talal
Preisträger
Eugen Biser Award Ceremony Speech
"A Common Word Between Us and You": theologische Motive und Erwartungen
(englische Fassung) - H. E. Shaykh Al-Habib Ali Zain Al-Abidin Al-Jifri
Preisträger
Dankesworte überbracht durch H. E. Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić - H. E. Reisu-l-Ulema Dr. Mustafa Cerić
Preisträger
"A Common Word Between Us and You": theologische Motive und Erwartungen
(englische Fassung) - Musikalische Gestaltung
Ensemble "Cellopassionato"
Professor Julius Berger und seine Meisterklasse
Der Festakt anläßlich der Preisverleihung wurde live im Bayerischen Fernsehen sowie zeitversetzt in gekürzter Fassung bei Phoenix übertragen (Sendetermine).
Weitere Informationen
Preisträger 2003 und 2005
Der mit 5.000 Euro dotierte Eugen-Biser-Preis wird gemäß § 2 der Satzung der Eugen-Biser-Stiftung auf Beschluß des Stiftungsrates in unregelmäßigen zeitlichen Abständen vergeben:
- für herausragende wissenschaftliche theologische oder philosophische Veröffentlichungen, welche die Theologie Eugen Bisers einbeziehen oder angrenzende Probleme aufgreifen und / oder
- für den öffentlichen Einsatz für die christlichen Werte, wie sie von Eugen Biser vertreten werden und / oder
- für den Dialog und die Begegnung mit anderen Religionen, Weltanschauungen und Kulturen in dem Bemühen um Freiheit, Toleranz und Frieden.
Der Eugen-Biser-Preis wurde bisher zweimal vergeben. Die erste Verleihung erfolgte an
Professor Dr. theol. Dr. theol. h. c. Ferdinand Hahn
Professor em. für Neues Testament
an der Evangelisch-Theologischen Fakultät
der Ludwig-Maximilians-Universität München
am 16. Juli 2003 für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Neutestamentlichen Theologie, vor allem für sein zweibändiges Werk "Theologie des Neuen Testaments" und seinen Beitrag zur Ökumene (Theologie des Neuen Testaments. Band 1: Die Vielfalt des Neuen Testaments - Theologiegeschichte des Urchristentums. Tübingen 2002; Band 2: Die Einheit des Neuen Testaments - Thematische Darstellung. Tübingen 2003). mehr
Zweiter Preisträger war
Professor Dr. phil. Dr. theol. Dr. h. c. mult.
Karl Kardinal Lehmann
Bischof von Mainz
und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (bis 2008)
Die Verleihung erfolgte am 11. Dezember 2005 in Würdigung seines wissenschaftlichen philosophischen und theologischen Werkes, das der ökumenischen Verständigung und dem Dialog mit allen Religionen und Weltanschauungen gilt, ebenso wie für sein Bestreben, der christlichen Kirche ein Profilzu verleihen, das dem Ursprung des Christentums gerecht wird. mehr

