Eugen-Biser-Stiftung
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Religiöse Vielfalt und kulturelle Lebenswelten an Schulen gestalten (ReKuLeS)

2023

Das erste Treffen der Projektgruppe „ReKuLeS“ in der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Christian Ströbele, Sabine Exner-Krikorian, Claudia Rugart, Frank Henssler, Julia Willke, Stefan Zinsmeister, Stefan Lemmermeier. Foto: KS

Kooperationspartner


Akademiie_Rottenburg_Stuttgart

 

 

 

Studierende als Dialoggestalter*innen gesucht!

Die Eugen-Biser-Stiftung hat im Rahmen des Projekts „Religiöse Vielfalt und kulturelle Lebenswelten an Schulen gestalten“ (ReKuLeS) ein Konzept für eine Grundqualifizierung von sog. "Dialoggestalter*innen für religiöse Vielfalt und Demokratie" entwickelt. Vom 23.09.-26.09.2024 starten wir mit der Grundqualifizierung der ersten Studierendenkohorte im Tagungshaus Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Hierfür  suchen wir Studierende ab dem 3. Semester, die motiviert und qualifiziert sind, an dieser Grundqualifizierung teilzunehmen.


Voraussetzungen sind:

  •          Immatrikulation an einer Universität in Deutschland
  • Mindestens 3. Fachsemester
  • Motivationsschreiben (max. 2 Seiten) oder Motivationsvideo (max. 2 Minuten) bis 29.07.2024 an
  • Erste Erfahrungen in der Jugendarbeit
  • Sprachfähigkeit über eigene Religiosität/Spiritualität, religiöse oder weltanschauliche Zugehörigkeit
  • Lust und Neugier in einem multireligiösen Team mitzuwirken
  • Bereitschaft in Zukunft mit einem multireligiösen Team Projekttage an weiterführenden Schulen in Bayern und Baden-Württemberg durchzuführen (auf Honorarbasis geplant).

Zur Grundqualifizierung:

Die geplante Grundqualifizierung vom 23.-26.09.2024 umfasst 4 Tage und wird von einem multireligiösen ReferentInnenteam angeleitet. Hier vertiefst du dein theoretisches Wissen zur religiösen Vielfalt in Deutschland, Bayern und Baden-Württemberg im Lebensraum Schule und lernst unseren Ansatz der interreligiösen Demokratiebildung kennen. Du reflektierst und erarbeitest deine Rolle als Dialoggestalter*in und deine Rolle im multireligiösen Team gemeinsam mit den ReferentInnen und TeilnehmerInnen. Zudem vertiefst du deine Fähigkeiten und Kenntnisse in der religionssensiblen Jugendarbeit, um Projekttage für religiöse Vielfalt und die dazugehörigen Workshops und Plenumsrunden durchzuführen.

Zur praktischen Erprobung sind zwei Hospitationstage an weiterführenden Schulen in Bayern und Baden-Württemberg (27.11.24, N.N.) sowie ein abschließender Reflexionstag am 13.Februar 2025 geplant.

Die Übernachtungskosten für die Grundqualifizierung werden von der Eugen-Biser-Stiftung übernommen.

Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne bei Sabine Exner-Krikorian, Projektleitung, unter .

Die Ausgangssituation

Schule ist ein Mikrokosmos, in dem sich gesamtgesellschaftliche Prozesse wie Migration, Globalisierung und der religiösen und kulturellen Pluralisierung frühzeitig abzeichnen. Diese Vielfalt stellt Schulleitung und Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen und ist ein zentrales Thema von Schulentwicklung. Oft fehlt es den Lehrkräften an Zeit, vertieftem Wissen oder Kompetenzen, Konflikte oder Spannungen religionssensibel zu begegnen oder den Schulalltag diversitätssensibel zu gestalten. Gleichzeitig ist ihre Rolle als Vorbild gerade in dieser Thematik nicht zu unterschätzen: sie vermitteln vorbildhaft Werte, Begegnungs- und Diskursfähigkeit in einer demokratischen und pluralen Gesellschaft. Die Schülerschaft zeigt sich vor allem in Berufs- und Mittelschulen kulturell und religiös äußerst divers, während an Gymnasien eher ein homogeneres Bild aufzufinden ist. Sowohl die Diversität als auch eine vermeintliche religiöse oder kulturelle Homogenität stellt die gesamte Schule vor Herausforderungen im Umgang miteinander sowie der Vorbereitung auf eine religionsplurale Arbeitswelt.

 

Das Projekt

Das von der Eugen-Biser-Stiftung entwickelte, wissenschaftsbasiertes Angebot für weiterführende Schulen und Lehrkräfte zur interreligiösen Demokratiebildung wurde bislang v.a. in Bayern erfolgreich erprobt. Das Angebot in Form von Workshops und Projekttagen wird nun nach Baden-Württemberg transferiert.
Geplant sind im Projektzeitraum 2023-2025:
•    4 interreligiöse Projekttage in Baden-Württemberg
•    2 Lehrkräftefortbildungen
•    Entwicklung und Durchführung eines Ausbildungskonzepts für Trainerinnen und Trainer als Multiplikatoren, religiöse und kulturelle Vielfalt an Schulen zu gestalten
•    Entwicklung von Ansatzpunkten, das Projekt als festen Bestandteil für Schulen und der Lehrkräftefortbildung in Baden-Württemberg zu etablieren
Projektzeitraum
März 2023 bis Februar 2025

Projektgruppe

Dr. Sabine Exner-Krikorian, Projektleitung
Stefan Zinsmeister, Strategie
Frank Henssler, Karl Schlecht Stiftung
Claudia Rugart, Scora e.V.
Julia Willke, Stiftung Weltethos
OStR Stefan Lemmermeier, Stiftung Weltethos
Dr. Christian Ströbele, Katholische Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 

Förderung

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Karl-Schlecht-Stiftung gefördert.

 

Film zum Interreligiösen Projekttag an der Geschwister-Scholl-Schule am 21. Juni 2023 >> Zum Video

Kontakt:

Sabine Exner-Krikorian
Email: