Eugen-Biser-Stiftung
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Montag, 20. April 2020, 18.30 Uhr

LOST IN TRANSLATION?

Interreligiöse Verständigung durch Übersetzung am Beispiel des „Lexikons des Dialogs“ in deutscher und arabischer Sprache

Diskussionsrunde ·  Ahmed Arfaoui,  Prof. Dr. Dr. Peter Antes,  Prof. Dr. Richard Heinzmann

Die Veranstaltung wurde aufgrund der Maßnahmen zu COVID-19 verschoben. Der Termin wird in Kürze veröffentlicht.

Die Begegnung zwischen Christen und Muslimen zum Austausch über Glaubensfragen gehört mittlerweile fest zum Repertoire der Erwachsenenbildung, und das zurecht, da interreligiöse Aufklärungsarbeit angesichts einer zunehmenden gesellschaftlichen Polarisierung wichtiger scheint denn je.
Die Tatsache, dass man miteinander spricht, garantiert allerdings noch keine Verständigung, denn „Dialog" verweist auf eine Kommunikation mithilfe von Wörtern und damit auf eine Form der Interaktion, die an ein sprachliches System gebunden ist. Auch eine Unterhaltung zwischen Menschen verschiedenen Glaubens kann daher durchaus scheitern, wenn es an Sensibilität für die oft feinen, aber relevanten Unterschiede bei religiösen Sprachcodes fehlt. Interreligiös arbeitende Theologen müssen sich folglich mit der praktischen Frage auseinander-setzen, wie religiöse Vorstellungen – darunter auch solche, die sich kaum in Worte fassen lassen – in ein anderes Sprach- und Denksystem überführt und dennoch angemessen und missverständnisarm kommuniziert werden können.
Das in deutscher, türkischer und arabischer Sprache erschienene „Lexikon des Dialogs. Grundbegriffe aus Christentum und Islam" (Freiburg: Herder, 2013) hat sich dieser Frage gleich in zweifacher Hinsicht gestellt. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Herausgeber Prof. Dr. Peter Antes und Prof. Dr. Richard Heinzmann sowie der Übersetzer Ahmed Arfaoui, M.A., anhand anschaulicher Beispiele von den spannenden Erfahrungen und Einsichten berichten, die sie im Zuge ihrer Arbeit an dem Lexikon gewinnen konnten. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf den sprachlichen Übertragungsprozess selbst sowie dessen theologischen und kulturellen Herausforderungen gelegt werden.

Teilnahmegebühr   

Kostenfrei

Veranstaltungsort

Haus der Begegnung

Eugen-Biser-Saal

Merianstr. 1

69117 Heidelberg

Gefördert von
  • Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen Deutsche Islam Konferenz