Religiöse Sprache ist immer mehrdeutig: Sie spricht von Hoffnung, Trost und Vertrauen, richtet aus auf Transzendenz – und trifft zugleich auf konkrete gesellschaftliche Wirklichkeiten. Zwischen Heilszusage und politischem Anspruch entsteht ein Spannungsfeld, das religiöse Traditionen seit jeher begleitet und heute unter veränderten Bedingungen neu zu bedenken ist.
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit München und Oberbayern und die Eugen-Biser-Stiftung laden zu einem Podiumsgespräch ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie religiöse Rede – verstanden als Ausdruck gelebten Glaubens – in gesellschaftlichen Diskursen Verantwortung übernimmt, prophetisch Kritik üben kann bzw. soll und zugleich der Versuchung politischer Vereinnahmung widersteht. Wie vermittelt religiöse Rede zwischen spirituellem Anspruch und politischer Verantwortung? Wo liegen Grenzen oder neue Chancen? Das Podium soll verschiedene religiöse Perspektiven auf die politische Wirksamkeit von Sprache sichtbar machen und zugleich zur kritischen Reflexion über die Verantwortung religiöser Akteure im öffentlichen Raum anregen.
Es diskutieren:
- Erzbischof Dr. Reinhard Kardinal Marx, Erzbistum München und Freising
- Dr. Jehoschua Ahrens, Bern
- Esnaf Begić, Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück
Moderation:
- Irene Esmann, BR
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit München Oberbayern
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